Allez Hopp!


Unsere neue Narhalla - Die Gutsschänke Bonnheimer Hof


Artikel Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach. Text und Foto Heidi Sturm

BAD KREUZNACH / HACKENHEIM - Vom Bonhoeffer-Haus zum Bonnheimer Hof: Von dem Buchstaben her ändert sich nur wenig, von den Bedingungen her aber viel: „Hier fühlen wir uns richtig wohl“, sagte Sitzungspräsident Mike Ohl vom KKC Grün-Gelb Bad Kreuznach bei der Präsentation der neuen Narrhalla. In der Kaiserremise des Gutshofs vor den Toren Hackenheims, wo auch bereits der „Kreiznacher Nockherbersch“ heimisch ist, werden die Grün-Gelben künftig ihre närrischen Sitzungen abhalten.

„Wir sind von Familie Lorenz mit weit geöffneten Armen empfangen worden“, sagt Ohl. Inhaber Matthias Lorenz habe einige Zugeständnisse gemacht. So darf man als Umkleidemöglichkeit den Gewölbekeller nutzen und die Sektbar der Gardemädchen aufbauen. Die Bewirtschaftung übernimmt das Team vom Bonnheimer Hof, Speisenauswahl und Preise wurden angepasst.
 Mit 250 Plätzen werden mehr Karten verkauft.

Dass man jetzt nicht mehr selbst bewirtschaften kann, ist für die Fastnachter kein Problem – im Gegenteil: Dafür kann man in der Kaiserremise mit Platz für 250 Gäste rund 50 bis 60 Eintrittskarten mehr verkaufen. Matthias Lorenz ist zwar selbst kein eingefleischter Fastnachter, aber die Termine passen ihm gut. „Im Januar ist bei uns eh nicht alles ausgebucht, da passt das gut“, sagt er.

Der „Umzug“ wurde erforderlich, weil der Kirchenkreis den Vertrag nach drei Jahren gekündigt hatte. „Das passte aber auch nicht“, sagt Vorsitzender Gerhard Remmet: Ständig sei die Polizei aufgetaucht, weil sich die Nachbarn im Kurgebiet beschwert hätten – nicht erst zu später Stunde, sondern schon beim ersten Tusch nach 22 Uhr. Der Saal sei auch hellhörig gewesen – und wegen der Nachbarn habe man nicht die Fenster öffnen können und in stickiger Luft gesessen.

Auch in freien Sälen habe man nicht unterkommen können: Der Betreiber der Röka-Mensa hätte die zusätzliche Einnahmequelle begrüßt, die Kreisverwaltung untersagte es aber. Und bei 2000 Euro Saalmiete in der Konrad-Frey-Halle hätte man draufgelegt. Beim Bonnheimer Hof sei es ideal: Es gebe keine Nachbarn, die sich gestört fühlen könnten, dafür aber ausreichend Parkplätze und ein besonderes Ambiente, angefangen von der stimmungsvoll beleuchteten Einfahrt bis zur rustikalen Kaiserremise, deren Bruchsteinmauern man auch nicht durch angehängte Clownsgesichter verschandeln möchte.

Die närrische Deko soll sich auf die Tische und den Elferratstisch beschränken, den man in absehbarer Zeit passend zum Saal rustikal in Holz neu bauen will. Weil man sich hier schon zu Hause fühlt, hat man bereits kräftig investiert und für einen fast fünfstelligen Betrag eine genau angepasste 90 Zentimeter hohe Bühne gekauft, die auch vom Gastronomen für andere Veranstaltungen genutzt werden kann. 


Hier finden Sie die Gutsschänke Bonnheimer Hof:

Gutsschänke Bonnheimer Hof
Binger Weg / Alte Straße
55546 Hackenheim



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